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Energiebeirat in der Gemeinde Loiching konstituierte sich

Eintrag vom 27.04.2015

Energiebeirat in der Gemeinde Loiching konstituierte sich

Das Vorhaben ist in seiner Art vermutlich im Landkreis und wohl auch noch darüber hinaus einzigartig: In der Gemeinde Loiching hat sich in der vergangenen Woche ein so genannter Energiebeirat konstituiert. Dabei befolgt man dem selbst gesetzten Motto: „Loiching gestaltet die Energiewende aktiv, gemeinschaftlich und zielgerichtet“. Dazu wurde in enger Kooperation mit dem Institut für Systemische Energieberatung an der Hochschule Landshut (ISE) ein „Kommunales Energiekonzept“ erarbeitet.
Dem neu ins Leben gerufenen Energiebeirat gehören neben Loichings Bürgermeister Günter Schuster die Gemeinderäte Norbert Strebl (gleichzeitig auch Zweiter Bürgermeister), Ernst Bubenhofer und Alois Widbiller, sowie der Kommunale Energiewirt Christof Wittmann, gleichzeitig auch Geschäftsleitender Beamter, und einigen interessierten und Energiefragen und –problemen gegenüber aufgeschlossene Bürger an. Bei der konstituierenden Sitzung am vergangenen Donnerstag im Rathaus waren dies Kreisrat Karl Wolf, Johann Krämer, Thomas Niedermeier, Manfred Neumeier und Reinhard Fischer, der allerdings, wie auch Ernst Bubenhofer, aus beruflichen Gründen an der Teilnahme verhindert war. Dazu hatte sich Gemeinderatsmitglied Peter Fellermeier eingefunden. Daneben begrüßte Bürgermeister Schuster Katharina Zeiser vom Institut für Systemische Energieberatung der Hochschule Landshut. Sie hatte maßgeblichen Anteil an der Erstellung des Kommunalen Energiekonzeptes, sowie an der Erstellung der Broschüre, mit der das Loichinger Energiekonzept den Bürgern vorgestellt und erläutert werden wird. Die Broschüre wird voraussichtlich schon in den kommenden Wochen kostenlos an die Haushalte verteilt werden. Katharina Zeiser war es auch, die dem neuen Energiebeirat im Rahmen einer Präsentation die Ergebnisse des Energiekonzeptes nochmals vorstellte.
In der Broschüre schreibt Bürgermeister Schuster einleitend: „Klimaschutz und die beschlossene Energiewende erfordern, dass die CO2-Emissionen deutlich verringert werden, Energie eingespart und möglichst effizient genutzt, sowie der Anteil der erneuerbaren Energieträger erhöht wird. Die Ziele (…) können nur erreicht werden, wenn die Umsetzung auf kommunaler Ebene erfolgt.“ Dabei hat sich die Gemeinde Loiching hohe Ziele gesetzt, die bis 2021 umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht werden sollen: eine Reduktion des elektrischen Energiebedarfs um 15%, des Wärmebedarfs um 5% und der Treibhausgas-Emissionen um 20%. Dazu kommt der weitere Ausbau von erneuerbaren Energien. Dies alles folgt dem Konzept des so genannten „Energiedreisprungs: Energieeinsparung – Effizienzsteigerung – Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien“.
Die Präsentation, die in allen wesentlichen Teilen auch ihren Niederschlag in der Energiebroschüre findet, geht vom Energiebedarf (thermisch, elektrisch, mobil) aus. Während man demnach in der Gemeinde auf dem Feld des elektrischen Energiebedarfs (bereits über 100% durch erneuerbare Energien) die bayerischen und die bundesweiten Ziele schon übertrifft, gibt es auf anderen Feldern noch Handlungsbedarf. Ebenso liegen die jährlichen CO2-Emissionen pro Kopf noch etwas über dem allgemeinen Niveau im Freistaat, allerdings bedingt durch die überdurchschnittlich hohe Zahl an LKW-Zulassungen in der Gemeinde, die statistisch der Gemeinde zuggerechnet werden. Vor diesem Hintergrund werden schließlich Energieeinspar- und auch Effizienzpotenziale vor allem auch im Bereich der kommunalen Liegenschaften aufgezeigt. Die Potenzialanalyse befasst sich auch mit dem Einsatz erneuerbarer Energieträger wie Windenergie (wenn überhaupt, dann nur zwei kleinere potenzielle Standorte!), Solarenergie (vor allem PV-Freianlagen), Biomasse (Biomasse Holz ist vollständig genutzt!) und der Geothermie (keine günstigen geologischen Verhältnisse für Tiefengeothermie vorhanden!).
Weiterhin befasste sich Katharina Zeiser in ihrer Präsentation, von den vorgeschlagen Zielen für die Gemeinde ausgehend, mit den bereits umgesetzten bzw. ins Auge gefassten Maßnahmen und einen möglichen Zeitplan. Dabei bestätigte sie dem Bürgermeister und dem Gemeinderat: „Das Thema ist in der Gemeinde Loiching in Bewegung! Sie sind auf dem richtigen Weg!“
Dabei hatte sich die Gemeinde bereits vor der Erstellung des kommunalen Energiekonzepts mit der Frage einer effizienten und nachhaltigen Energieversorgung beschäftigt. Dabei wurden bislang schon einige wesentliche Einzelmaßnahmen in die Tat umgesetzt. Es sind dies beispielsweise der eigene Betrieb von zwei Hackschnitzelheizungen, ein Nahwärmenetz mit Hackschnitzelheizung in Weigendorf durch einen privaten Betreiber (in Loiching befindet sich eine vergleichbare Anlage im Bau), die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik, der Betrieb von PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden und die Umrüstung der Innenbeleuchtung auf LEDs in Rathaus, Schule und Turnhalle.
Nach Abschluss des Baues des zweiten Nahwärmenetzes in Loiching werden Rathaus und Kindergarten unter den ersten Anschlussnehmern sein. Vor diesem Hintergrund ist das Projekt „Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED Technik“ nur folgerichtig mit dem Label „Good Practice Energieeffizienz“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) ausgezeichnet worden.
In der Diskussion der Broschüre „Kommunales Energiekonzept“, die den Mitgliedern des Energiebeirats bereits im Rohentwurf vorlag, ging es vor allem auch um die Fragen: „Wie können wir eine möglichst große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern auf dem Weg hin zu mehr Energieeffizienz und Energieeinsparung mitnehmen?“ und „Welche Anreize und welche Informations- und Förderprogramme können wir unseren interessierten Mitbürgern bieten?“. Einig war man sich in jedem Falle darüber, dass man die Diskussion und auch die Umsetzung aller energierelevanten Maßnahmen auf eine breite Basis stellen müsse. Schließlich seien es die privaten Haushalte, die den weitaus größten Teil der thermischen und der elektrischen Energie benötigen. Insofern bestätigt das Energiekonzept auch die Überzeugung des Bürgermeisters, dass man nur „gemeinschaftlich viel für die Energiewende und den Klimaschutz erreichen“ kann.

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