Gemeinde und Kindergarten verabschieden Theresa Steinberger offiziell

Eintrag vom 11.08.2020

„Ich ziehe meinen Hut vor deiner Leistung!“
Gemeinde und Kindergarten verabschieden Theresa Steinberger offiziell
Loiching. (ko) „Die Verabschiedung unserer Kindergartenleiterin im Mai war nicht so, wie wir uns das eigentlich vorgestellt hatten. In einer für uns alle schwierigen Zeit mussten wir uns damals auf
einen kleinen Rahmen beschränken. Heute können wir dies angemessen nachholen!“ Zur offiziellen Verabschiedung der langjährigen Kindergartenleiterin Theresa Steinberger traf man sich Mitte der
Woche beim „Alten Wirt“ in Loiching.
In seinen Abschiedsworten erinnerte Bürgermeister Günter Schuster an die fast 32 Jahre, die Theresa Steinberger am Haus für Kinder St. Peter und Paul gearbeitet hatte. Gekommen war sie im Dezember
1988 zunächst als Vertretung für Christine Ernst. Dann, im Jahr darauf, übernahm sie die Leitung von St. Peter und Paul, eine Aufgabe, die sie über mehr als 31 Jahre hinweg innehatte.
Die Herausforderungen gemeistert
Anlässlich der offiziellen Verabschiedung meinte Schuster: „Bereits im März 1989 haben Sie die Leitung übernommen und den Kindergarten stetig weiterentwickelt. Es ist viel passiert im Kindergarten Loiching seit 1988, die Umbaumaßnahmen in den Jahren 1992 bis 1994, die Gründung der Kleinkindgruppe vor nunmehr fast 15 Jahren als eine der ersten im gesamten Landkreis, zahlreiche Auszeichnungen, beispielsweise zum „Haus der kleinen Forscher“ und vieles mehr. Und es hat sich viel geändert: Die Kinder haben sich verändert, die Eltern haben sich verändert, aber auch das Anspruchsdenken der Gesellschaft hat sich geändert. Sie haben stets die Herausforderungen angenommen und gemeistert, Sie haben viel geleistet für unseren Kindergarten St. Peter und Paul zum Wohle unserer Kinder, zum Wohle unserer Familien und zum Wohle unserer Gemeinde und unserer Gemeinschaft. Dafür möchte ich Ihnen aufrichtig ‚Vergelt`s Gott‘ sagen im Namen der Gemeinde und des Gemeinderats, im Namen unserer Familien, unserer Kinder und Enkelkinder und im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus, in der Poststelle, im Bauhof und natürlich im Namen der Kolleginnen des Kindergarten-Teams!“ Das offizielle Abschiedsgeschenk der Gemeinde hatte Schuster bereits im Mai überreicht; trotzdem hatte er auch diesmal noch ein Blumentöpfchen mit einer prachtvollen Orchidee mitgebracht.
Anerkennung für große Leistung
Ihre Nachfolgerin in der Leitung des Hauses für Kinder, Kerstin Strebl, erinnerte an die breitgefächerten Aufgaben einer Kindergartenleitung, angefangen von der Betriebsführung und der Entwicklung und Umsetzung des pädagogischen und organisatorischen Konzepts bis hin zur Mitarbeiterführung und zur Fürsorgepflicht, der Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit und schlussendlich der Sorge um das Wohl der Kinder in der Einrichtung. Strebl weiter: „Liebe Resi, du hast in all den Jahren rund 2.500 Kinderseelen betreut, miterzogen und in ihrer Entwicklung unterstützt. Dabei war dir stets die Zusammenarbeit mit anderen Kindergärten wichtig und dir war es eine Herzensangelegenheit, dass den Vorschulkindern Jahr für Jahr ein feinfühliger Übertritt in die Schule ermöglicht wurde. So waren für dich eine enge und harmonische Zusammenarbeit mit der Grundschulleitung und ein freundliches und loyales Miteinander mit deinen beiden Vorgesetzten, Altbürgermeister Reiner Schachtner und Bürgermeister Günter Schuster, selbstverständlich. Die Zusammenarbeit mit den Eltern war für dich Grundvoraussetzung für ein transparentes Arbeiten. Am meisten jedoch lagen dir die Kinder am Herzen. So hast du bis zu deinem Renteneintritt deine eigene Gruppe geleitet. Für dein überaus großes Engagement und angesichts der enorm großen Verantwortung über 32 Jahre hinweg fällt mir nur eine passende Geste ein – liebe Resi, ich ziehe meinen Hut vor deiner Leistung!“
Dank in Versform
Anschließend kam Kathrin Pölsterl, damals am 5. Dezember 1988 eines der Kindergartenkinder beim Dienstantritt von Theresa Steinberger, zu Wort. In Versform erinnerte sie an den Ablauf ihres
Kindergartenjahres, angefangen vom Fasching und der Ostereiersuche über das Sommerfest bis hin zu St. Martin und die Weihnachtsfeier: „Streng war‘s als Fräulein scho‘ a weng, trotzdem ham‘s mir alle recht gern mög’n!“ und abschließend: „Des oane sag‘ ich dir zum Schluss, all‘s Guade, bleib g’sund und Gottes Segen, des is a Muss!“
Eine Ballonfahrt zum Abschied
Nach dem gemeinsamen Essen, zu dem die Gemeinde eingeladen hatte, war dann das Kindergartenteam an der Reihe. Frei nach einem „Dingsda für Resi“ galt es für die scheidende Leiterin, Begriffe zu erraten, die allesamt mit ihr zu tun hatten: Stöckelschuhe, die Farbe Rot (ihre
Lieblingsfarbe), das Spülbecken, die Rente und, und, und … . Natürlich gab es dann auch den verdienten Lohn für die ehemalige „Chefin“ in Form eines Abschiedsgeschenks. Ein liebevoll
gebastelter kleiner Fesselballon ließ unschwer auf das Geschenk ihres Teams schließen: Sie erhielt einen Gutschein für eine Ballonfahrt, ein Wunsch, den sie vor langer Zeit bereits geäußert hatte. Eine
Ballonfahrt über Reisbach also, passend für eine Ruheständlerin und frei nach dem Lied von Reinhard Mey: „Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein; alle Ängste, alle Sorgen, sagt man,
blieben darunter verborgen und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein!“ Angesichts der gelungenen Überraschung und der vielen anerkennenden Worte verblieben der
scheidenden Kindergartenleiterin nur noch Worte des Dankes.
Zur offiziellen Verabschiedung gekommen waren neben Bürgermeister Günter Schuster auch Altbürgermeister und Ehrenbürger Reiner Schachtner, Kathrin Pölsterl als eines der ersten
Kindergartenkinder von Theresa Steinberger, Rosi Brenner, die erste Leiterin des Kindergartens St. Peter und Paul, Christine Ernst, die langjährige Vorsitzende des Elternbeirats Patricia Weinzierl und
natürlich Kerstin Strebl mit dem gesamten Kindergartenteam.

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