Spatenstich für`s KiBiZL

Eintrag vom 23.05.2019

Aufträge von mehr als einer Million vergeben

Die Gemeinde macht Nägel mit Köpfen und treibt den Bau des Kinderbildungszentrums, kurz: KiBiZL, weiter voran, obschon man eine bittere Finanzpille zu schlucken hat. Wie Bürgermeister Günter Schuster bereits im April den Gemeinderat informiert hatte, wird sich die Förderung vermutlich erheblich reduzieren; man muss in Vorleistung gehen. Trotzdem begann mit dem Spatenstich am Mittwoch die bauliche Umsetzung des Kinderbildungszentrums.
Bekanntlich wurden die bereits im Vorjahr beantragten Fördermitteln für das Kinderbildungszentrum Loiching seitens der Regierung deutlich gekürzt. Aus Mitteln des Freistaats kann das Vorhaben nur mit voraussichtlich 890.000 Euro, das entspricht etwa 30% der tatsächlichen Kosten, gefördert werden. Dazu kommt noch, dass die Bundesmittel des Investitionsprogramms „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020“ bereits verbraucht sind. Diese Förderung hätte bei rund 664.000 Euro gelegen. Mit der Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn erwirbt die Kommune keinen Rechtsanspruch auf Förderung. Sie hat vielmehr mit einer längeren Vorfinanzierung – unter Umständen auf Jahre hinaus – zu rechnen. Trotzdem aber hält der Gemeinderat an seinen Planungen für den Neubau des KiBiZL fest. Die Finanzierungslücke muss von der Gemeinde aus Eigenmitteln gedeckt werden; man geht also erheblich in Vorleistung und hofft, dass die verbrauchten Bundesmittel durch Mittel des Freistaats Bayern aufgefangen werden.
Nach dem Abschluss der Einmessungsarbeiten in der vergangenen Woche standen jetzt die ersten Vergaben für das Drei-Millionen-Projekt an. So wurden die Erdarbeiten an die Firma Mossandl zu einem Bruttopreis von rund 59.000 Euro vergeben. Die Firma Franz Maier Blitzschutz-GmbH, Aidenbach, erhielt den Zuschlag zum Bau der Blitzschutzanlage mit einer Auftragssumme von knapp unter 11.000 Euro. Die letzte Vergabe betraf die Baumeisterarbeiten. Auch hier folgte der Gemeinderat dem Vergabevorschlag des Architekturbüros Hoffmann. Den Zuschlag bekam die mindestbietende Firma Hasreiter aus Eichendorf. Die Baumeisterarbeiten belaufen sich in der Gesamtsumme auf rund 950.000 Euro.
Mit dem offiziellen Spatenstich am vergangenen Mittwoch beginnt die offizielle Bauphase. In seiner Begrüßung erinnerte Bürgermeister Günter Schuster daran, dass das Projekt eines Kinderbildungszentrums bereits seit dem Sommer 2017 in den Köpfen „herumspuke“, da sich der zunehmende Engpass im Bereich der Kinderkrippe abzeichnete. Mit der Aussiedlung der Kleinsten in das Obergeschoss beim Feuerwehrgerätehaus habe man zwischenzeitlich eine Entspannung erzielen können. Einig sei man sich aber auch gewesen, dass dies nur eine Zwischenlösung sein könne. Angesichts einer positiven Geburtenentwicklung und einer stetig steigenden Nachfrage nach Krippenplätzen habe man im November 2017 den Grundsatzbeschluss zum Bau des KiBiZL gefasst: „Wir platzen aus allen Nähten, aber wir müssen der sich seit einigen Jahren abzeichnenden Entwicklung gerecht werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Maßnahme ein richtiger Schritt für die Gemeinde und zum Wohle der Zukunft unserer Kinder ist!“ Dass sich die Grundschüler noch nicht so recht mit dem Verlust eines Teils ihres Pausenplatzes und des Spielhügels abfinden könne, sei zu verstehen, doch er versprach eine naturgerechte, ökologisch sinnvolle, gute Umsetzung des Baus und „Schadenersatz“ für die Schulkinder durch verschiedene Verbesserungen im Pausenhof. Schuster umriss das Vorhaben wie folgt: „Geplant sind hier drei Krippengruppen und eine gemischte Gruppe. Ziel ist die Fertigstellung der Baumaßnahme bis zum Juli 2020. Bei der Umsetzung dieses Zieles wünsche ich uns und allen am Bau beteiligten Firmen einen möglichst stress- und unfallfreien Bauverlauf!“
Zum Spatenstich waren gekommen : Konrektor Walter Koch als Vertreter der Grundschule, Kindergartenleiterin Theresa Steinberger und Krippenleiterin Natascha Jung, die beiden stellvertretenden Bürgermeister und einige Gemeinderäte, der geschäftsleitende Beamte Christof Wittmann, Bauamtsleiter Benedikt Haseneder, Bahofleiter Reinhard Westermeier. Das Architekturbüro Hoffmann+Roidner war vertreten durch Gunnar und Christine Hoffmann, von den Spartenplanern begrüßte Schuster Bernhard Schmid vom gleichnamigen Planungsbüro und Michael Bauer vom Büro Bauer+Graf Engineering für Elektrotechnik. Josef Hasreiter vertrat die Baufirma Hasreiter und von der Firma Mossandl war Robert Kellner gekommen.

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