Online-Bürgerversammlung 2021

Eintrag vom 10.11.2021

Die Gesamtbilanz kann sich sehen lassen!
Bürgerversammlung nur als Online-Veranstaltung
Titelte die Heimatzeitung zur Bürgerversammlung des vergangenen Jahres noch „Vorausschauende Baulandpolitik bleibt vorrangig“, so haben Bürgermeister und Gemeinderat in diesem Jahr diesbezüglich Fakten geschaffen. In allen Siedlungsschwerpunkten kann die Gemeinde dank eines umfangreichen Erwerbs von Bauland in den kommenden Jahren wieder Baugebiete ausweisen! Dieser Tatsache und der trotz Corona ungebrochenen Investitionstätigkeit in der Gemeinde bei gleichzeitigem coronabedingten Steuereinbußen musste man, sehr zum Leidwesen des Kämmerers, doch wohl nur kurzfristig, eine andere Zahl opfern. Erstmals seit 2013 schrieb man wieder rote Zahlen: Derzeit sind es für einen überschaubaren Zeitraum 1,5 Millionen Euro. Immerhin musste die Kommune beim Grundstückskauf und den Erschließungsmaßnahmen beträchtlich in Vorleistung gehen!
Zum Jahresende hin zieht der Bürgermeister eine kommunalpolitische Jahresbilanz. Nachdem bereits im letzten Jahr die Bürgerversammlungen der Corona-Pandemie zum Opfer fielen, war für dieses Jahr im November unter Beachtung der strengen Auflagen wieder eine Präsenz-Bürgerversammlung in der Schulturnhalle in Kronwieden geplant. Doch erneut konnte das Gespräch mit dem Bürger nicht in Präsenz stattfinden, sondern heuer zumindest virtuell in einer Online-Konferenz. Homepage und Heimatzeitung als Informationsquellen zum kommunalpolitischen Geschehen müssen also erneut den unmittelbaren Meinungsaustausch ersetzen.
Loiching investiert weiter
Und ein erstes Fazit gleich vorneweg: Trotz Corona ist die kommunalpolitische Gesamtbilanz gut!
Aktuell sind 3755 Einwohner mit Hautwohnsitz gemeldet, 53 Geburten in 2020 und bisher 40 Geburten in 2021 sind überdurchschnittlich (25) , leider sind auch 34 Sterbefälle in 2020 und bisher 31 in 2021 zu beklagen. Über 590 Bürger sind unter 18 und 670 sind über 65 Jahre alt. Die steigenden Geburten, die hohe Zahl an Jugendlichen und auch die hohe Zahl an Älteren zeigen wie wichtig die Bildungsarbeit in Kindergarten und Schule sind, aber auch wie wichtig die Jugend- und die Seniorenarbeit ist. Familien, Kinder, Jugendliche und auch die Senioren haben seit jeher einen hohen Stellenwert in der Gemeinde, was ja auch durch die hohen Investitionen in Kindergarten und Schule unterstrichen wird. Bis zum Jahre 2012 war es der Kommune gelungen, die Verschuldung von damals mehr als zwei Millionen Euro auf null herunterzufahren. Bis ins Vorjahr ist die Gemeinde schuldenfrei geblieben, doch schon damals war Bürgermeister Günter Schuster für den neuen Etat eher skeptisch: „Ob das so bleibt wegen Corona, bleibt abzuwarten!“ Er sollte Recht behalten! Der bayerische Finanzminister Albert Füracker sprach sich gegen „blindes Ansparen gegen die Krise“ aus und ähnlich sehen es Bürgermeister und Gemeinderat. Durch die Fortführung bzw. die Neuaufnahme von Bauvorhaben und Investitionen agiert man weiterhin eher antizyklisch. Deutlich wird dies, wenn man den Investitionskatalog für 2020/2021 betrachtet, wie ihn Bürgermeister Schuster online präsentierte: Erwerb von Bauerwartungsland und Tauschgrund (3.500.000 €), Kinderbildungszentrum (bisher von 2019-2021 ca. 5 Mio € – gefördert mit Bundes- und Landesmitteln), Dorfmitte Kronwieden (LEADER gefördert, 265.000 €), Tiefbau-/Straßenbaumaßnahmen (ca. 350.000 €), Pausenhof Grundschule Außenanlagen (265.000 €), Erweiterung Tagespflege Wendelskirchen (340.000 € – Förderung über PflegeSoNah), Breitbandausbau (400.000 € Eigenanteil – gefördert mit Landesmitteln)), Erschließungsmaßnahmen (590.000 €), Radwegebau Loiching-Weigendorf (ca. Gemeindeanteil 225.000 €), Ortsdurchfahrt Loiching DGF 8 und DGF 1 (Gemeindeanteil: ca. 250.000 €), Digitalisierung Grundschule und Raumlüfter (ca. 100.000 €). Die Liste ließe sich fortsetzen und sie wird auch 2022 kaum kürzer werden. Zahlreiche Maßnahmen reichen ausgabenwirksam ins neue Jahr hinein (Kinderbildungszentrum, Scheiblbach-Renaturierung mit Hochwasserschutz, etc.); dazu kommen weitere „Schwergewichte“ wie der Bauabschnitt IV der Ortsumgehung Kronwieden zum Autobahnanschluss DGF-West) umfangreiche Erschließungsmassnahmen der neuen Baugebiete, weiterer Baulanderwerb und Ähnliches mehr.
Standortfaktor Bauland
Den Worten des Bürgermeisters zufolge sind derzeit Baugebiete in den vier Siedlungsschwerpunkten in Planung bzw. werden gerade erschlossen: zunächst in Kronwieden West IV mit neun geplanten Bauplätzen und Nahversorger Penny-Markt, Kronwieden Neukreut (22), weiter in der Planung Loiching Hochkreuz (17) und Weigendorf Hinterfeld (22) – die Bauleitverfahren in Kronwieden sind abgeschlossen, die Bauleitverfahren für Weigendorf und Loiching sollen Anfang 2022 gestartet werden. Dazu kommen noch sechs Rest-Parzellen in Oberwolkersdorf-West, die bereits fertiggestellt sind. Bauplatzreservierungen bzw. Bauplatzbewerbungen können erst ab Fertigstellung der Erschließungsmaßnahmen und Vermessung abgegeben werden; dies wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2022 für Kronwieden der Fall sein, für Weigendorf und Loiching frühestens Mitte 2023.Für die 6 Parzellen in Oberwolkersdorf können Bewerbungen abgegeben werden, die Bewerbungsformulare sind auf der Homepage hinterlegt. Zusätzlich stehen derzeit noch ca. 1.300 m² Gewerbegrund für Gewerbetreibende in Oberwolkersdorf zur Verfügung. .
Klima- und Umweltschutz
Stolz ist der Bürgermeister auf eine gewisse Vorreiterrolle beim Klima- und Umweltschutz. Vor dem Hintergrund der Energiewende verweist er auf eine Reihe von Maßnahmen: Umrüstung der kompletten Straßenbeleuchtung und der Beleuchtungen von Rathaus, Grundschule und Kindergarten auf LED, gemeindliche Hackschnitzelheizungen in Kronwieden und Wendelskirchen, Anschluss der kommunalen Liegenschaften in Loiching und Weigendorf an privaten Hackschnitzel-Heizwerken, Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Dächern, laufende Beratungsangebote zum Thema Energiesparen, die Vorhaltung mehrerer E-Bike Ladestationen, zwei E-Autos (BMW i3, Mikar E-Car Sharing) mit E-Tankstellen. Dazu wurde das kommunale Energiekonzept aus 2013 fortgeschrieben. Die positiven Ergebnisse können sich sehen lassen, so konnte der CO2-Ausstoss der kommunalen Liegenschaften von 2013 bis 2020 von 165 Tonnen auf 77 Tonnen reduziert werden, Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung konnte von jährlich über 250.000 kwh auf ca. 70.000 kwh reduziert werden. Die PV-Anlagen in der gesamten Gemeinde Loiching produzieren aktuell 18,5 Millionen kwh Sonnenstrom, zum Vergleich der Gesamtstromverbrauch liegt bei 12,7 Millionen kwh. Die Gemeinde Loiching ist dem „Energienetzwerk Niederbayern“ unter der Federführung der Hochschule Landshut beigetreten. Auch das Thema Biodiversität steht im Fokus. Die naturnahe Umgestaltung von Grünflächen und Straßenbegleitgrün tragen dazu bei, die Biodiversität zu fördern. Nach dem Motto „Loiching blüht auf“ wurden fast vier Hektar Blühflächen geschaffen; dazu wurde eine intensiv genutzte Wiese mit über 2.000 Laubbäumen aufgeforstet. Weit gediehen ist mittlerweile auch das „Dingoprojekt“: Ab 2023 soll auch Loiching an die Dingo-E-Bus Anschluss finden. Das Thema Klimaschutz hat in der Gemeinde Loiching weiterhin eine hohe Priorität, weitere PV-Anlagen sind beispielsweise geplant auf der Turnhalle in Kronwieden und bei der Kläranlage Kronwieden. Trotz aller Einschränkungen konnten wieder alle drei Freibäder geöffnet werden, damit den Familien und Kindern zumindest ein kleines Stück „Urlaub dahoam“ geboten werden konnte. Obwohl die Freibäder notorisch defizitär sind, wird man den eingeschlagenen Weg zu deren Erhalt weiter gehen, da sie Wohnwert und Freizeitqualität steigern .
Der Bürgermeister bedankte sich bei allen, die an der positiven Entwicklung der Gemeinde in den letzten zwei sehr schwierigen Jahren ihren Beitrag geleistet haben: dem Gemeinderat, den Mitarbeitern im Rathaus und im Bauhof, dem Kindergartenteam unter Leitung von Kerstin Strebl, der Schulfamilie mit Rektorin Regina Bertolini an der Spitze und den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen und Organisationen. „wir müssen alle zusammenhalten in dieser schwierigen Zeit!“
Den zahlreichen Online-Teilnehmern hat das das Format trotz aller Beschränkungen offensichtlich gefallen: „Es war richtig interessant! Sehr gut gemacht! Vielen Dank dafür!“ „Vielen Dank, dass die Bürgerversammlung online stattfinden konnte. Danke für die Präsentation – freu‘ mich auf die nächste Veranstaltung“, so die Resonanz im Chat. Wer sich derzeit über die kommunale Jahresbilanz näher informieren möchte, sei auf die Homepage der Gemeinde unter Bürgerversammlung 2021 und den in Kürze erscheinenden Bürgerbrief verwiesen. Bürgermeister Schuster hofft, die Bürgerversammlung als Präsenzveranstaltung im März 2022 nachholen zu können.

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